Begadi Guides

Hier möchten wir Ihnen einen stetig wachsende Sammlung an Spielhilfen und Infos zur Verfügung stellen! Der Service ist natürlich für alle Kunden kostenlos,
wir weisen aber darauf hin, dass eine Vervielfältigung, komplette oder auszugsweise Nutzung oder Verbreitung ohne unsere Zustimmung untersagt ist!
Begadi Gearbox Guide
Einleitung: Dieser Guide soll einen Überblick über die derzeit erhältlichen Gearboxen geben und die Unterschiede und Kompatibilitäten untereinander aufzeigen.
Das Herzstück einer jeden SAEG ist die sog. Gearbox. Darin wird mit Hilfe elektrischer Energie ein Kolben gespannt, der über eine Feder Luftdruck in einem Zylinder aufbaut und damit die BB aus dem Lauf treibt. Es gibt verschiedene Versionen von Gearboxen, dabei ist die Versionsnummer jedoch nur eine Bezeichnung und kein Qualitätsmerkmal. Bei den Gearboxen werden die Innereien stets auf Englisch genannt, so wird z.B. der Kolben als "Piston" bezeichnet und den Zylinder nennt man "Cylinder". Die deutschen Begriffe werden so gut wie nie benutzt und finden sich auch nicht in den Shopbezeichnungen.
Innerlich unterscheiden sich die Gearboxen nur geringfügig, das Äußere wurde in der Regel nur an die Waffe angepasst, in welcher die Gearbox verbaut wurde. Am geläufigsten sind die Version 2 und 3, die anderen Gearboxen sind in der Regel zu V2 oder V3 Teilen kompatibel. Es gibt auch unterschiedlich aufgebaute Gearboxen, welche die gleiche Versionsnummer verwenden, hier wäre zum Beispiel die V3 für AK Varianten und die V3 für G36 Varianten zu nennen.
Die Gearbox Grundtypen wurden allesamt von Tokio Marui erfunden, andere Hersteller modifzierten meist nur das Grunddesign.

Gearboxtypen:
Prinzipiell sind die Nozzles bei allen SAEG Typen spezifisch für das entsprechende Modell, daher sind diese hier nicht als "nicht kompatibles" Teil gelistet.

V-1 Gearbox:
- FAMAS

Die V1 war die erste Gearbox überhaupt und findet ausschließlich in der FAMAS Verwendung. Tuningteile sind schwer zu finden und Aufgrund des nicht kompatiblen Motors sind stärkere Tunings nicht möglich. Da sich sämtliche Teile innerhalb der Shell befinden ist eine Wartung entsprechend aufwändig.

V-2 Gearbox:
- MP5 Modelle (Außer MP5k)
- AR15 Modelle (M4, M16, SCAR, HK416 ...)
- G3 Modelle (SAR41, HK33, FS51 ...)

Die V2 Gearbox ist die vermutlich am meisten produzierte Gearbox weltweit, da sie in jedem AR15 Modell und deren massig vorhandenen Variaten Verwendung findet. Bei dieser Gearbox ist der Motor nicht im Gehäuse integriert, sondern befindet sich im Griffstück der Waffe. Ein Tuning ist daher nicht sehr einfach, da jedesmal das Griffstück angebaut werden muss, um die Gearbox zu testen. Auch ist Aufgrund der Kürze der Gearbox das Verbauen einer stärkeren Feder nicht sehr einfach, da diese beim Einbau unter starker Spannung steht.
Bei V2 Gearboxen kann es dazu kommen, daß bei kaltem Wetter und in Verbindung mit starken Tuningfedern, die Front abbricht, moderne Varianten sind an den Bruchstellen entsprechend verstärkt. Da die Kabel für den Motor ebenfalls im Griffstück untergebracht sind, ist das korrekte Positionieren und Einstellen des Motors oft recht mühseelig.
Es gibt einige V2 Varianten, wie z.B. die Split Gearbox von ICS. Bei dieser Gearbox kann man die komplette obere Hälfte innerhalb von Sekunden tauschen, indem man die Waffe einfach aufklappt. Neben der Wartungsfreundlichkeit kann man so auch die Energie der Waffe durch verschiedene Federn schnell den aktuellen Gegebenheiten anpassen.

V-3 Gearbox:
- AK Modelle (AK47, AK74, Galil, RPK, Type56 ...)
- G36
- MP5k
- Steyr AUG
- Sig
- UMP
- MP40

Bei V3 Gearboxen ist der Motor über einen Motorkäfig direkt mit der Gearboxshell verschraubt, wodurch man die Gearbox testen kann, ohne ein Griffstück montieren zu müssen. Da die V3 Gearbox länger ist, als die V2 ist auch das Einbauen einer Tuningfeder einfacher.
Sig und MP5K Modelle verwenden zwar eine V3 Gearbox jedoch ist hier der Motor nicht über einen Motorkäfig mit der Shell verbunden, sondern wie bei V2 Modellen im Griffstück fixiert.
Die Type 56 Varianten von Real Sword verwenden eine gekürzte V3 Gearbox (T2 genannt), hier sind bis auf den Piston und das Sector Gear alle Teile V3 kompatibel.

V-4 Gearbox:
- PSG 1

Die V4 Gearbox ist eine Besonderheit, hier wird nach dem Schuß die Gearbox direkt wieder aufgezogen, so dass beim Schuß nicht erst die Feder gespannt werden muß (Pre Cocking). Die TM PSG 1 ist die einzige SAEG, in welcher diese Gearbox Verwendung findet. Nicht kompatible Teile: Gears, Spring, Cylinder, Piston, Cylinder Head, Tappet Plate, Motor (Medium Type), Anti Reversal Latch

V-5 Gearbox:
- UZI

Auch die V5 Gearbox wird ausschließlich in einer Waffe verwendet, in der TM UZI. Tuningteile gibt es so gut wie keine.

V-6 Gearbox:
- P90
- M1A1 Thompson

Die V6 Gearboxen sind größtenteils V2 & V3 kompatibel und lassen sich genauso einfach tunen wie V3 Gearboxen. Nicht kompatible Teile: Cylinderhead, Tappet Plate, 2 der 6 Bushings (Oval statt rund)

V-7 Gearbox:
- M14

Die V7 Gearbox wurde von Marui speziell für das M14 entwickelt, hier ist der Motor nicht unterhalb, sondern versetzt hinter der Gearbox angebracht um im Gewehrschaft Platz zu finden. Die Elektronik ist komplett ausserhalb der Gearbox angebracht, daher ist das zerlegen aufwändiger als bei anderen Gearbox Varianten. Nicht kompatible Teile: Cylinderhead, Cut Off Lever, Tappet Plate, Anti Reversal Latch, Spring Guide

V-8 Gearbox:
- Type 89

Die V8 Gearbox wurde wiederum speziell von TM entwickelt und zwar für das Type 89, es handelt sich im Grunde um eine V2 Gearbox, welche auch Bursts schiessen kann. Die Besonderheit ist, daß die Bursts nicht von einer Elektronik, sondern mechanisch geregelt sind.

Bei der Wahl einer SAEG spielt auch die verbaute Gearbox eine wichtige Rolle, diese sollte zu den eigenen Anforderungen an Ersatzeilversorgung und Tuningmöglichkeiten/wünschen passen. Es macht z.B. wenig Sinn, sich eine FAMAS zu kaufen und bei dieser ein M120 Tuning anzustreben.

Pflege und Wartung:

Die vielen aufeinander abgestimmten Teile einer Gearbox unterliegen selbstverständlich einem gewissen Verschleiß und müssen daher in regelmäßigen Abständen (z.B. alle 10000 oder 20000 Schuss) gewartet werden. Je höher die Energie einer Gearbox ist, desto stärker ist der Verschleiß und umso kürzer sollten die Wartungsintervalle sein.
Achtung: Beim Zerlegen der Gearbox verfällt die Garantie !

Mögliche Vorgehensweise bei einer Wartung:

1. Zunächst muß die Gearbox aus der Waffe entfernt werden. Die Gearbox wird nun äußerlich auf Beschädigungen wie z.B. Risse, überprüft.

2. Als nächstes wird der Motor überprüft, sind alle Kabel korrekt verlötet, die Isolierung intakt und alle Stecker stabil gesteckt ?

3. Nun wird die Gearbox zerlegt. ACHTUNG: Ab hier erlischt die Garantie Ab hier ist es für einen Anfänger sinnvoll jeden Schritt zu fotografieren, das erleichtert später den Zusammenbau.

4. Zunächst werden die Gears überprüft, sind die Zähne verschlissen, oder fehlen gar einzelne, müssen die Gears ersetzt werden. Sind auf den Gears Schleifspuren zu finden, kann dies auf ein falsches Shimming hindeuten. Oft vergessen wird das Pinion Gear, da es am Motor sitzt und nicht direkt in der Gearbox. Ist der Motor falsch eingestellt kann das Pinion Gear schnell beschädigt werden.
ACHTUNG: Wenn die Gears ausgebaut werden ist unbedingt darauf zu achten, dass die Shims wieder exakt so eingesetzt werden, wie sie ausgebaut wurden.

5. Um das Shimming grob zu überprüfen genügt es die Achsen der Gears über die Laufbuchsen von außen auf Spiel zu überprüfen, diese sollten minimales Spiel haben (< 1mm), sollten Sie sich zu stark bewegen lassen oder zu fest sitzen, ist evtl. ein neues shimmen erforderlich.

6. Die Zähne des Pistons sollten unbedingt überprüft werden, sind diese leicht abgenutzt (meist sind die hinteren Zähne dann aufsteigend nach vorne kürzer), ist nicht zwingend ein Tausch erforderlich. Erst bei gröberer Abnutzung sollte man den Piston tauschen. Der O-Ring am Pistonhead sollte auf Beschädigungen überprüft und gegebenenfalls ersetzt werden.
Die seitlichen Führungsschienen des Pistons sollten ebenfalls auf defekte oder starke Abnutzung überprüft werden.

7. Weiter geht es mit der Tappetplate, diese sollte auf beginnende Brüche untersucht werden.

8. Das Nozzle wird auf eventuelle Ausbrüche und stärkeren Verschleiß untersucht, sollte das Nozzle über einen O-Ring verfügen, ist dieser ebenfalls zu überprüfen.

9. Der Springguide sollte auf beginnende Brüche untersucht werden, ist hier ein Metallteil verbaut ist ein defekt eher unwahrscheinlich.

10. Zuletzt wird noch die Dichtheit überprüft, dazu wird der Cylinder ausgebaut und der Cylinderhad mit einem Finger zugehalten, nun wird der Piston von der anderen Seite in den Cylinder geschoben, ist hier ein starker Widerstand zu spüren, ist der Cylinder dicht.
Nun wird das Nozzle auf den Cylinderhead aufgesetzt und der Test erneut durchgeführt, auch hier sollte ein starker Widerstand zu spüren sein.
Rutscht der Piston einfach durch, ist entweder der Cylinderhead gegenüber dem Cylinder undicht (Teflonband), der O-Ring vom Pistonhead verschlissen (austauschen) oder das Nozzle undicht (austauschen gegen eines mit O-Ring).

11. Sind alle Teile überprüft müssen diese nun von Fett und Öl befreit werden und anschließend neu gefettet. Hier ist darauf zu achten daß keine Produkte, die für scharfe Waffen gedacht sind, verwendet werden, da diese für Gummidichtungen und Plastikteile oft zu aggressiv sind. Verwenden Sie nur speziell für Airsoft konzipierte Produkte auf Silikonbasis.
Beim Fetten ist darauf zu achten die richtige Menge zu nehmen, zu wenig Fett belastet die Gearboxteile stärker, zu viel Fett kann durch das Nozzle auf das HopUp Gummi gelangen und dessen Funktion beinträchtigen.

12. Zuletzt wird die Gearbox wieder zusammengebaut, dabei ist darauf zu achten, daß alle Teile korrekt sitzen, vor dem nächsten Einsatz ist ein "Einschiessen" von ca. 50 Schüssen nötig, damit sich das Fett in der Gearbox ausreichend verteilt.

Der Gearbox Jam

Beim Gearbox Jam bleiben die Gears in einer ungünstigen Stellung stehen, in welcher der Stromkreis unterbrochen ist. Dies kommt vor allem im Semiautomatischen Betrieb vor. Da in Deutschland Aufgrund des gültigen Waffengesetzes der vollautomatische Modus bei Waffen über 0,5J verboten ist, werden elektrische Waffen mit einer entsprechenden Energie für den Deutschen Markt auf Halbautomatik umgebaut. Bei einem Gearjam einer 0,5J Waffe genügt es normalerweise auf Vollauto zu stellen und ein paar Schüsse abzugeben, damit sich der Jam wieder löst.
Gearjams sind vermeidbar und stellen keinen defekt der Waffe dar, beim Beseitigen erlischt auch nicht die Garantie, solange dabei nicht die Gearbox geöffnet wird.

Mögliche Auslöser für einen Gearbox Jams sind:

- Falsches Shimming (Häufigste Ursache) - Zu schwacher Motor - Zu schwacher Akku - Defekte Teile, welche verkanten (Piston, Tappetplate...) - Defekte Laufbuchsen (verkanten der Gears) - Defekte Gears (Einzelne Zähne ausgebrochen) - Defekte Gearboxshell (Laufbuchsen haben zu viel Spiel) - Inkompatibilität von Teilen

Es gibt zwei Varianten des Gearbox Jams.

Variante 1:

Bei der ersten Variante wird die Feder noch voll aufgezogen und es löst sich ein Schuß, jedoch bleibt die Gearbox in der Stellung stehen, in welcher das Sector Gear über den Cut Off Lever mechanisch die Switch Assembly trennt und damit den Stromfluß unterbricht.
Nun wird beim Betätigen des Abzugs nicht mehr die Switch Assembly horizontal überbrückt, sondern vertikal auseinandergedrückt, wodurch kein Strom mehr fließen kann. Diese Variante äußert sich durch ein Klicken beim Betätigen des Abzugs, oder dadurch, daß der Abzug komplett blockiert wird.

Variante 2:

Bei dieser Variante wurde der Abzug zu Beginn bzw. in der Mitte des Aufziehvorgangs losgelassen. Durch das Nachdrehmoment wird die Feder noch bis zum maximalen Punkt aufgezogen, jedoch fehlen wenige Millimeter, damit das Sector Gear die Feder frei gibt und sich ein Schuß lösen kann.
Der Strom kann nun zwar fließen, da die Switch Assembly normal arbeitet, jedoch sind Motor und Akku nicht mehr stark genug um die auf das Maximum komprimierte Feder, ohne Andrehmoment, weiter aufzuziehen. Diese Variante lässt sich dadurch erkennen, daß man das Aufziehgeräusch des Motors hört, dieses jedoch abrupt stoppt.
Wird nicht Augenblicklich der Abzug losgelassen, brennt in diesem Fall die elektrische Sicherung durch !

Beseitigen eine Gearbox Jams

Es gibt mehrere Wege um einen Gearbox Jam zu lösen, hier werden die geläufigsten vorgestellt:

1. ARL ziehen

Der ARL (Anti Reversal Latch) hindert die Gearbox daran rückwärts zu laufen, dazu greift er in eine Rasterung am Bevel Gear. Um an den ARL zu gelangen muss der Motor entfernt werden, je nach Modell muß hier nur der Griff, oder das gesamte Griffstück entfernt werden. Schaut man von unten in die Gearbox sieht man das Bevel Gear. Bevor man den ARL zieht, sollte man am Bevel Gear drehen (es lässt sich nur in eine Richtung drehen) ist dies möglich, kann der Jam dadurch schon gelöst werden.
Lässt sich der Jam auf diese Weise nicht lösen, muß der ARL gezogen werden, hierfür eignet sich zum Beispiel der Korkenzieher aus einem Taschenmesser hervorragend, da man damit auch bei einer gespannten Feder genügend Kraft aufwenden kann. Andere Möglichkeiten sind gebogene Büroklammern, oder auch eine schmale Spitzzange.
Der ARL wir mehrere Male gezogen, bis kein Widerstand mehr spürbar ist, danach wird das Bevel Gear angedreht, bis der erste Widerstand spürbar ist. Nun kann der Motor wieder verbaut werden und der Jam sollte gelöst sein.

Anwendbar ist diese Methode für beide Jam Varianten und bei allen Gearbox Versionen, allerdings ist der ARL nicht bei allen Gearbox Versionen auf diese Art erreichbar. Es gibt auch Gearboxen (z.B. die T2 Gearbox von Real Sword), bei welchen der ARL von außen über einen Hebel zugänglich ist, ohne den Motor entfernen zu müssen.

2. Direkte Stromzufuhr

Bei dieser Methode werden Trigger und Switch Unit überbrückt, in dem der Motor direkt mit Strom versorgt wird. Es muß einiges beachtet werden um bei dieser Möglichkeit den Jam sicher und schadfrei lösen zu können. Um Schäden am Motor zu verhindern sollte die verwendete Stromquelle unterhalb von 12V liegen.
Da sich bei dieser Methode ein Schuß lösen kann, muss der Lauf UNBEDINGT in eine sichere Richtung gehalten werden, es können sich trotz entferntem Magazin Kugeln in der Waffe befinden !
Diese Methode sollte möglichst von 2 Personen durchgeführt werden, wobei einer die Waffe hält und der andere den Jam löst.
Der Motor wird zunächst freigelegt, anschließend wird der Pluspol der Stromquelle mit dem Pluspol des Motors und der Minuspol der Stromquelle mit dem Minuspol des Motors verbunden. Dazu benötigt man blanke Kabelenden, es eignet sich zum Beispiel ein Adapterstecker, welcher auf den Akku passt und offene Kabelenden hat. Ist dieser Adapter auf dem Akku dürfen sich die blanken Kabel unter keinen Umständen berühren, da hierdurch der Akku zerstört werden kann !
Sobald beide Kabel die Kontakte am Motor berühren schiesst die Waffe vollautomatisch, es genügt ein Schuß um den Jam zu lösen, daher sollte man die Kabel direkt nach dem ersten Schuß wieder entfernen.

Diese Methode ist ausschließlich bei einem Variante 1 Jam anwendbar und funktioniert bei einem Variante 2 Jam nicht !

Da der Motor bei einigen Gearboxen nicht direkt mit der Gearboxshell verschraubt ist (z.B. Version 2) und man zusätzlich zu den Kontakten den Motor in Position halten muss, ist diese Methode hier weniger zu empfehlen, da bei einem verkanten das Bevel oder Pinion Gear Schaden nehmen könnte.

3. Gears andrehen

Beide Jam Varianten können durch das manuelle Weiterdrehen der Gears gelöst werden, jedoch ist dies bei einem Variante 2 Jam, aufgrund der gespannten Feder, mit viel Kraftaufwand verbunden. Ein Variante 1 Jam kann man wie bereits bei Punkt 1. geschrieben durch das weiterdrehen des Bevel Gears lösen, ein Variante 2 Jam sollte Aufgrund der besseren Auflagefläche am Sector Gear gelöst werden. In diesem Fall muß die Gearbox ausgebaut werden.
Bei einer Version 3 Gearbox ist dies recht einfach, da sich hier hinter dem Abzug eine kleine Plastikabdeckung befindet unter welcher das Sector Gear zum Vorschein kommt. Mit Hilfe eines Schlitz Schraubendrehers lässt sich hier auch ein Variante 2 Jam lösen.

4. Demontage

Wird die Gearbox geöffnet, lösen sich beide Jam Varianten, bei Variante 2 sollte man jedoch besondere Vorsicht walten lassen, da die Feder unter Volllast steht. Der Nachteil dieser Variaten ist, daß die Garantie verloren geht.

5. Cut Off Lever anheben

Bei dieser Methode wird der COL (Cut Off Lever), welcher dafür sorgt, daß die Stromzufuhr unterbrochen wird, angehoben, nun wird der Abzug betätigt, die Waffe schiesst kurz vollautomatisch und ist wieder einsatzbereit. Hierzu muß die Gearbox nur freigelegt, aber nicht geöffnet werden.

6. Anti Jam Funktionen

Am einfachsten lässt sich ein Jam bei Waffen mit Anti Jam Funktion beheben, dazu zählen z.B. Real Sword Waffen, ICS M4/M16 Varianten, FAMAS Modelle oder L85 Modelle von Star, G&G und Army Code. Bei ICS M4/M16 Modellen mit geteilter Gearbox muß diese nur aufgeklappt, das Sector Gear so gedreht werden, daß die Zähne nicht nach oben zeigen und die Waffe wieder zugeklappt werden. Alternativ kann der lange ARL benutzt werden, der über den Forward Assist Knob betätigt wird (In Deutschland ist der lange ARL Serienmäßig nicht verbaut).


Wartung und Pflege

1. Einstellen des Motors

Der Motor wird über die Einstellschraube (meist Inbus) an der Unterseite der Motorkäfighalterung bzw. des Griffstücks eingestellt. Um den Motor korrekt einzustellen, schrauben Sie die Schraube so weit wie möglich hinein. Wenn Sie nun den Abzug betätigen läuft die Gearbox entweder gar nicht an, oder kreischt. Drehen Sie die Schraube nun langsam heraus und betätigen Sie immer wiede den Abzug, bis sich die Gearbox "rund" anhört und kein kreischen mehr zu hören ist.

2. Shimmen der Gearbox

Vorwort

Es gibt zig Anleitungen und verschiedene Vorgehensweisen, um eine Gearbox zu shimmen, dieser Guide stellt meine persönliche Vorgehensweise dar, die sich seit inzwischen 12 Jahren für mich bewährt hat.

Was ist shimmen ? Beim Shimmen werden die Gears mittels unterschiedlich dicken Unterlegscheiben (Shims) in die Gearbox eingepasst.

Wann ist shimmen erforderlich ? Erforderlich ist das Shimmen bei

- Wechsel von Komponenten (Shell, Gears oder Laufbuchsen)
- Häufigen Jams
- Gearbox läuft unruhig

Was bringt das Shimmen ? - Bei einem korrekten Shimming wird die maximale Auflagefläche der Gears benutzt, dadurch halten die Gears länger.
- Die Gearbox läuft runder und damit leiser
- Ein korrektes Shimming beugt anderen Defekten vor

Vorbereitung
- Das Shimmen findet immer trocken statt, sprich die Gears, die Shell und die Laufbuchsen müssen zunächst von sämtlichem Fett und Öl befreit werden.
- Folgende Komponenten müssen aus der Gearbox entfernt werden: Piston, Cylinder, Cylinderhead, Feder, Springguide, Tappetplate & ARL.

Benötigtes Werkzeug
- Schlitzschraubendreher
- Verschiedene Shims (im Set erhältlich, man sollte mindestens 3 versch. Größen haben, flach, mittel und hoch)

Vorgehensweise

Prinzipiell wird immer zuerst ein flaches Shim verwendet und getestet, ist dieses zu niedrig, wird ein mittleres benutzt, ist dieses wiederum zu niedrig, kommt das hohe zum Einsatz. Werden dann noch weitere Shims benötigt wird auf dem hohen Shim wiederum mit einem niedrigen Shim aufgesetzt usw.


1. Spur Gear

- Es wird immer mit dem Spur Gear begonnen, dieses wird zunächst ohne Shim in die Gearbox gelegt und geprüft, ob es an der Shell oder an der Laufbuchse des Bevel Gear kratzt, ist dies der Fall, wird hier geshimmt, bis das Kratzen verschwunden ist.

- Als nächstes wird die obere Shell aufgesetzt und mit den 3 am nächsten zum Gear gelegenen Schrauben festgeschraubt, dabei ist darauf zu achten, daß die Shell so fest verschraubt wird, wie sie auch später verschraubt wird, bevor sie wieder in die Waffe eingesetzt wird.

- Nun kann man von unten durch die Gearbox erkennen, wie groß der Abstand zwischen oberer Shell und der oberen Auflage der Spur Gear Achse ist. Ist hier ein deutlicher Unterschied zu erkennen (was nicht selten der Fall ist) kann man direkt ein hohes Shims aufsetzen und in der Zweiten Ebene beginnen zu shimmen.

- Nach dem Shimmen wird die Gearbox wieder, wie oben beschrieben, verschraubt und geprüft, wieviel Spiel das Spur Gear hat. Das kann man entweder von außen durch die Laufbuchsen machen, indem man die Achse hin und her schiebt, oder indem man mit dem Schraubendreher das Spur Gear anhebt.

- Das Spiel sollte unterhalb von 0,1 Millimeter liegen, sprich das Gear sollte sich noch leicht seitlich bewegen können. Um die Leichtgängigkeit zu testen schubst man das Gear mit dem Schraubendreher an, es sollte sich dann frei drehen können und nachlaufen.

2. Sector Gear

- Als nächstes wird das Sector Gear aufgesetzt, hier wird ein gleich dickes Shim unterlegt, wie beim Spur Gear. Handelt es sich um ein hochwertiges Gearset ist damit die Unterseite schon erledigt, da hier die einzelnen Gears meist ideal zusammenpassen.

- Ist dies nicht der Fall, müssen die Abstände zwischen Spur und Sector Gear beachtet werden, sowie die Beweglichkeit der Tappet Plate und des Cut Off Levers sichergestellt sein.

- Die Shims für die obere Seite der Achse werden wie beim Spur Gear auch aufgesetzt und entsprechend getestet. Nun kann man das Sector Gear durch die Aussparung oben mit der Hand andrehen, läuft der Zahnkranz am Sector Gear, welcher normal in den Piston greift, nach dem anstupsen zweimal durch, sind beide Gears ideal geshimmt.

3. Bevel Gear

- Zuletzt wird das Bevel Gear verbaut, hier ist darauf zu achten, daß die Abstände zum Spur Gear passen, bei hochwertigen Gearsets ist auch hier mit dem Unterlegen der beim Spur Gear verwendeten Shim Höhe dieser Punkt schnell abgehakt.

- Nach oben wir das Bevel Gear wie bereits erwähnt geshimmt.

- Damit der ARL auf voller Kontaktfläche in das Bevel Gear greift, muss auch dieser, falls erforderlich, geshimmt werden, hier ist darauf zu achten, daß die Shims unter der Feder aufgelegt werden und nicht zwischen Feder und ARL.

Zuletzt wird noch einmal die Leichtgängigkeit, wie oben beschrieben, überprüft. Ist der Test erfolgreich, werden die Gears eingefettet und alle Teile wieder in der Gearbox verbaut. Die Einstellung des Motors sollte an dieser Stelle nochmals, wie oben beschrieben, überprüft werden.
Begadi Akku Guide
Einleitung: Bis 1991 wurden Airsoftwaffen mit Gas oder Federdruck betrieben, dann brachte Tokio Marui, nach 7 jähriger Entwicklungszeit, mit der Famas die erste AEG (Automatic Electric Gun) auf den Markt. Ab diesem Zeitpunkt war der Siegeszug der AEGs nicht mehr aufzuhalten. In Deutschland werden die AEGs aufgrund des gültigen Waffengesetzes so verändert, dass sie nur halbautomatisch schießen können. Der Begriff SAEG (Semi Automatic Electric Gun) hat sich in Deutschland etabliert.

Heute gibt es ein gigantisches Angebot an verschiedenen SAEG Modellen und auch das Angebot an Akkus hat sich im Laufe der Jahre stark entwickelt. Mit diesem Guide soll ein Überblick über die erhältlichen Akkus geschaffen werden, sowie eine Entscheidungshilfe für die Wahl des richtigen Akkus für Ihre Anforderungen gegeben werden.



Ein 7,4V 1200mAh LiPo Akku (oben) im Vergleich zu einem 9,6V 1600mAh NiMh Akku (unten). Aufgrund des hohen Entladestroms von LiPo Zellen betreiben beide Akkus eine Gearbox ungefähr gleich schnell, obwohl der NiMh Akku 2,2V mehr Spannung aufbringt als der LiPo. Ein weiterer Vorteil der LiPos, die geringe Größe.

Grundlagen:

Jeder Akku verfügt über drei Werte, die dessen Leistungsfähigkeit beschreiben.

Die Spannung, gemessen in Volt (V), je höher der Wert, umso schneller arbeitet die Mechanik in der Gearbox und umso stärkere Federn können damit aufgezogen werden. NiCd und NiMh mit 8,4V werden oft in Sets zusammen mit SAEGs verkauft, diese sind jedoch für dauerhaftes halbautomatisches Feuer zu schwach, wodurch das Risiko eines Gearbox Jams stark erhöht wird und sollten daher nicht verwendet werden.

Die Kapazität, gemessen in Milliamperestunden (mAh), gibt an, wie lange der Akku hält. Je höher der Wert, umso länger kann der Akku benutzt werden, bis er wieder aufgeladen werden muss. Die Kapazität wird durch die Baugröße der Zellen begrenzt.

Der Entladestrom, angegeben über den C-Koeffizienten (C), steht für die Restkapazität und die Zeit, in der ein konstanter Entladestrom abgegeben werden kann. LiPos sollten mindestens über einen Entladestrom von 25C verfügen.



Ein 7,4V 1200mAh LiPo Akku in einer Real Sword Type 56-2. Aufgrund des Klappschafts ist in dieser SAEG nur sehr wenig Platz für einen Akku. Die kleinen LiPos eignen sich hier hervorragend.

Akkutypen:

NiCd (Nickel Cadmium) Akkus sind die ältesten für SAEGs verwendeten Akkumulatoren, jedoch dürfen diese aufgrund des hochgradig umweltgefährdenden Cadmiums seit dem 31.12.2016 nicht mehr in der EU verkauft werden.

NiMh (Nickel Metall Hydrid) Akkus entsprechen vom Aufbau her den NiCd Akkus, enthalten jedoch anstelle des Schwermetalls Cadmium, Nickelmetallhydrid. Dieses hat, neben dem Umweltaspekt, einen weiteren Vorteil, bei gleich bleibendem Volumen ergibt sich ein höhere Kapazität. Die Selbstentladung ist bei NiMh Akkus höher als bei NiCd Akkus. Sie liegt bei ca. 30% pro Monat, seit 2006 gibt es jedoch auch selbstentladungsarme Akkus, bei denen dann das Niveau von NiCD Akkus von ca. 15% pro Monat erreicht wird. Ein weiterer Nachteil ist der, im Vergleich zu NiCd Akkus, höhere Innenwiderstand, welcher sich durch ein langsameres Ansprechverhalten einer SAEG bemerkbar macht, dieser Nachteil kann jedoch durch eine Erhöhung der Zellenanzahl und damit der Spannung wieder wett gemacht werden.
NiMh Akkus sind temperaturempfindlicher als NiCd Zellen, welche bei Minusgraden bedenkenlos eingesetzt werden können, während NiMh Akkus nicht unterhalb des Gefrierpunkts geladen oder benutzt werden sollten. Auch Temperaturen jenseits von 30° können dem NiMh Akku schaden. NiMh Akkus sollten nicht zu schnell geladen werden, da diese sich sonst zu stark erwärmen, auch sind NiMh Akkus empfindlicher als NiCd Akkus, was das Überladen und Tiefentladen betrifft.



Ein 9,6V 1600mAh NiMh in der Bauweise „Triple Stick“, dieser Typ eignet sich z.B. optimal für Crane Stocks. Aufgrund der hohen Anzahl der Zellen, in diesem Fall 8, kann man NiMh Akkus in vielen verschiedenen Konstellationen anordnen und damit den vorhandenen Platz optimal ausnutzen, ist aber immer auf die Größe der einzelnen Zellen beschränkt.

LiIon (Lithium Ionen) haben einen deutlich höheren Innenwiderstand als NiMH und NiCd Akkus und sind daher für Airsoft Anwendungen nicht geeignet.



Dieser LiPo 7,4V 1200mAh ist extra schmal gehalten und optimal geeignet für AK Modelle, bei denen der Akku unter dem Gehäusedeckel untergebracht werden muss, wenn anderweitig kein Platz zur Verfügung steht.

LiPo (Lithium Polymer) sind die Weiterentwicklung der LiIonen Akkus und heutzutage der Standard im Airsoftbereich. Im Unterschied zu den LiIonen Akkus wird hier ein fester Elektrolyt verwendet, wodurch ein Gehäuse um den Akku nicht mehr notwendig ist. Dadurch sind die Akkus nicht nur leicht, sondern können auch in fast jeder beliebigen Form hergestellt werden.
LiPos haben den Vorteil, dass sie eine hohe Spannung gleichmäßig über einen langen Zeitraum bereitstellen können, während bei NiMh und NiCd Zellen die Spannung relativ schnell abfällt, ist diese bei LiPo Zellen bis zum Schluss nahezu konstant.
Der große Nachteil der Zellen liegt in deren Empfindlichkeit, sowohl gegen Überladung und Tiefentladung, sowie gegen Hitze, Kälte, Stöße und Kurzschlüsse. Mit sinkender Temperatur nimmt der Innenwiderstand der Zellen zu.
Da unterschiedlich geladene Zellen einen LiPo Akku schnell zerstören können, sind diese in der Regel mit einem Balancer-Anschluß versehen. Über diesen können hochwertige Ladegeräte den Ladestrom gleichmäßig auf die Zellen verteilen. Von einem Laden des Akkus ohne Balancer ist dringend abzuraten !
Da LiPo Zellen, im Gegensatz zu anderen Akkutypen, kein Gehäuse besitzen kann hier ein leichtes kokeln des Akkus durch Überladen, aufgrund der ungehinderten Frischluftzufuhr, schon zu einem schwerwiegenden Brand führen. Es ist daher anzuraten LiPo Akkus in einer speziellen Ladetasche aus feuerfestem Material und zusätzlich auf einem feuerfesten Untergrund zu laden.
Um einer Tiefentladung vorzubeugen gibt es sog. LiPo-Saver, welche die Spannung des Akkus überwachen und den Akku bei einer Zellenleistung von unter 2,9V abschalten sowie ein akustisches oder optisches Signal an den Benutzer abgeben, um einer Beschädigung des Akkus vorzubeugen. Diese werden einfach auf den Balanceranschluß aufgesteckt und können so jede Zelle einzeln überwachen.



Ein LiPo-Saver, links das Balancerkabel des Akkus. Bei Akkus mit nur 2 Zellen (z.B. LiPo 7,4V) ist darauf zu achten den Minuspol (schwarzes Kabel) am „COM-Port“ anzuschließen, der BAT3-Pin bleibt dann leer. Dieser Saver gibt nicht nur optisch und akustisch Alarm bei zu niedriger Akku Spannung, sondern zeigt über die LEDs auch den aktuellen Ladezustand des Akkus an.
Eine LiPo Zelle sollte bei längerer Lagerung mit 3,7 – 3,9V pro Zelle geladen sein, die maximale Spannung von 4,2V je Zelle darf nicht überschritten werden. LiPo Akkus sollten mit maximal 1C geladen werden, das bedeutet, dass ein 1200mAh Akku mit maximal 1,2 A Ladestrom geladen werden sollte. Der Ladestrom lässt sich am Ladegerät einstellen.
Die Verwendung von Akkus mit hoher Spannung kann sich auch auf die Internals der Gearbox wie z.B. Tappet Plate oder Switch Assembly auswirken, es ist daher angeraten diese Teile gegen verstärkte Komponenten auszutauschen. Ein MOSFET ist hier eine sinnvolle Ergänzung, mehr zu diesem Thema finden Sie in unserem Mosfet Guide.

Wenn Sie folgende Sicherheitsregeln beachten, sind LiPos nicht gefährlicher als herkömmliche Batterien:

• Verwenden Sie eine Ladetasche aus feuerfestem Material und laden Sie den Akku auf feuerfestem Untergrund.
• Laden Sie den Akku mit maximal 1 C.
• Die Ladetemperatur sollte zwischen 0 und 45°C liegen.
• Die Entladetemperatur liegt zwischen -20 und 60°C.
• Unter 0°C sollten LiPos nicht mehr verwendet werden.
• Laden Sie ausschließlich an hochwertigen Ladegeräten mit Balanceranschluß.
• Verwenden Sie einen LiPo-Saver um den Akku vor Tiefentladung zu schützen.
• Um den Akku vor Stürzen zu schützen, sollten Sie ihn in der Waffe polstern und möglichst fest verankern, die Polsterung kann dabei auch als Kälteisolierung dienen.
• Verwenden Sie hochstromfähige Steckverbindungen (Dean oder XT60-Stecker).

LiFePo (Lithium Eisen Phosphat) Akkus verwenden ein flüssiges Elektrolyt und haben einen erheblich niedrigeren Innenwiderstand als LiIon Akkus, was sie für Hochstromanwendungen wie z.B. Airsoft prädestiniert. Sie sind ein optimaler Kompromiss zwischen NiMh und LiPo Akkus.
Einer der größten Vorteile ist die Möglichkeit hohe Ladeströme nutzen zu können und damit die Ladezeit erheblich zu verringern. 3C sind problemlos möglich, es gibt Akkus, die in 20-30min auf 95% Ihrer Kapazität geladen werden können.
Ein Balancer ist bei LiFePos nicht zwingend nötig, es ist jedoch angeraten diesen zu benutzen. Eine thermische Überlastung ist bei LiFePos nicht möglich, wodurch die Akkus auch für harte Einsätze geeignet sind. Der Einsatzbereich der Akkus liegt bei -45 – 70°C, jedoch ergeben sich, wie bei allen Lithium Akkus, ab ca. 5°C abwärts Spannungseinbrüche, die jedoch keinen Kapazitätsverlust des Akkus nach sich ziehen. Die Selbstentladung liegt bei ca 3-5% pro Monat, die Akkus können daher in jedem Zustand (Außer vollständig geladen und vollständig entladen) gelagert werden.



Größenvergleich zwischen einem LiFePo 9,9V 1100mAh (oben) und einem LiPo 11,1V 1300mAh (unten).

Der größte Nachteil von LiFePos ist die geringe Energiedichte, die Akkus sind im Vergleich zu z.B. LiPos sehr groß (bei gleicher Leistung) was den Einsatz bei Airsoft Waffen etwas einschränkt. Aufgrund der Nennspannung von 3,3V kann es sein, dass ein 9,9V Akku in einer Airsoft Waffe zu schwach und die nächst mögliche Spannung von 13,2V bereits zu hoch ist.

Mythos Memory Effekt:

Der sog. Memory Effekt wurde von NASA Mitarbeitern entdeckt, diese stellten fest, dass ein NiCd Akku, den sie in einem Satelliten installiert hatten, nach einem Erdumlauf immer nur noch soviel Kapazität hatte, wie während des vorherigen Erdumlaufs verbraucht und wieder geladen wurde.
Hierbei handelte es sich jedoch um eine alte Bauform eines NiCd Akkus, mit gesinterten Elektroden, diese Bauart wurde bis in die 90er Jahre benutzt inzwischen ist dieser Effekt aber auch bei NiCd Akkus nicht mehr so hoch wie damals.
Der Memory Effekt kann durch mehrmaliges Laden und Entladen bis zur Entladeschlußsspannung (kein Tiefentladen) rückgängig gemacht werden, dies geht jedoch natürlich auf Kosten der nutzbaren Ladezyklen.

NiMh Akkus haben keinen Memory Effekt, jedoch kann es hier durch unvollständiges Entladen vor dem Wiederaufladen zum sog. Batterieträgheitseffekt kommen. Dieser setzt nicht die Kapazität herab, sondern die abgegebene Spannung während des Entladens. Genau wie der Memory Effekt kann der Batterieträgheitseffekt durch mehrmaliges Laden und Entladen rückgängig gemacht werden, auch hier auf Kosten der nutzbaren Ladezyklen.

Lithium Akkus verwenden komplett andere Materialien und bleiben daher von beiden Phänomenen verschont. Entsprechende Regenerationsprogramme oder Ladetechniken sollten daher bei Lithium Akkus auf keinen Fall verwendet werden, da diese dem Akku nur schaden und in keinem Fall nutzen können !

Steckverbindungen:

Bei den meisten Airsoftwaffen sind die sog. Tamiya Steckverbindungen serienmäßig verbaut, diese gibt es in einer kleinen und einen großen Ausführung. Sie stammen ursprünglich aus dem Modellbau und wurden nach der Firma benannt, die sie erfunden hat. Für NiCd und NiMh Akkus sind diese von der Belastung her vollkommen ausreichend.
Die Kabel werden hier mit einer speziellen Zange auf Metallstifte aufgecrimpt (gequetscht), welche dann über einen Widerhaken in eine Plastikbuchse gesteckt werden. Dieser Aufbau ist sehr störanfällig, vor allem wenn man die Stecker unsachgemäß am Kabel zieht.



Verschiedene Steckverbindungen, von links nach rechts: XT60 Stecker, DEAN Stecker (beide hochstromfähig), Tamiya klein, Tamiya groß (nicht hochstromfähig und störanfälliger).

Hochstromfähige Stecker werden gelötet und bieten damit eine deutlich geringere Störanfälligkeit als die Tamiyastecker. Sie sind daher nicht nur bei Lithium, sondern bei allen Steckverbindungen im Airsoftbereich zu empfehlen.
Beim Löten sollte man jedoch darauf achten, dass die Hitze, welche durch den Lötkolben an das Kabel abgegeben wird, angeschlossene Akkuzellen zerstören kann.
Begadi Zielhilfen Guide
Begadi Zielhilfen Guide

Neben dem klassischen Kimme und Korn Visier gibt es noch zwei weitere für Airsoftspieler interessante Zielhilfen, die Leuchtpunktzielgeräte (auch Red Dot, Rotpunktvisier oder Reflexvisier genannt) und die Zielfernrohre. Je nachdem für welche Anwendung die Airsoftwaffe zum Einsatz kommt, ist es sinnvoll das entsprechende Visier zu verwenden.

Kimme und Korn

Vorteile:

+ Keine Stromquelle nötig
+ Keine Wartung notwendig
+ Geringes zusätzliches Gewicht
+ Keine zusätzlichen Kosten
+ Form der Waffe bleibt erhalten

Kimme und Korn Visiere (auch offenes Visier genannt) sind, in der Regel, auf jeder Airsoftwaffe vorhanden. Sie haben den Vorteil, dass sie keine Stromquelle benötigen und auch keiner Wartung unterliegen. Dazu kommt das geringe Gewicht und dass keine zusätzlichen Kosten entstehen. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Form der Waffe erhalten bleibt, werden bei Kurzwaffen andere Visiereinrichtungen verwendet, kann das normale Holster oft nicht weitergenutzt werden.

Nachteile:

- Kein gleichzeitiges Scharf sehen von Ziel und Visier möglich
- Schnelles Anvisieren benötigt viel Übung
- Zielen bei schlechten Lichtverhältnissen schwierig
- Zielen im Dunkeln nahezu unmöglich
- Auf große Distanzen unpräzise
- Oft Zielfehler

Ein großer Nachteile der offenen Visiere liegt darin, dass man nur entweder die Kimme, das Korn oder das Ziel scharf sehen kann (Zum Zielen wird das Auge auf das Korn "scharfgestellt"). Dadurch hat das Auge viel "Arbeit" zu leisten und ermüdet schneller, da man neben dem Scharfstellen auch erst Kimme und Korn in eine Flucht bringen muß, ist das schnelle Anvisieren nur mit viel Übung möglich.
Auch bei schlechten Lichtverhältnissen ist das Zielen dadurch nicht einfach und im Dunkeln nahezu unmöglich. Mit steigender Distanz und damit kleiner werdendem Ziel wird ein Anvisieren noch schwieriger, da das Ziel vom Korn, je nach Größe, komplett verdeckt sein kann.
Das Korrekte übereinbringen von Kimme und Korn muss viel geübt werden, trotzdem kommt es oft zu Zielfehlern.



Dieses Flip Up Sight verfügt über eine Standard Kimme und Korn, sowie aufgeklappt über eine präzisere Lochkimme Visierung.

Leuchtpunktzielgeräte

Vorteile:

+ Schnelles Anvisieren
+ Ziel und Visier sind scharf
+ Das nicht zielende Auge kann geöffnet bleiben
+ Geringes Gewicht
+ Auch bei Dämmerung oder im Dunkeln kann gezielt werden
+ Zielfehler werden ausgeschlossen

Leuchtpunktzielgeräte kommen immer dann zum Einsatz wenn ein schnelles Anvisieren des Ziels erforderlich ist, da über einen halbdurchsichtigen Spiegel der Rotpunkt direkt ins Auge des Schützen reflektiert wird, kann sowohl das Ziel als auch der Punkt scharf abgebildet werden, außerdem kann das zweite Auge zur Beobachtung der Umgebung offen bleiben.
Im Gegensatz zu einem Zielfernohr ist ein Leuchtpunktzielgerät kleiner und leichter. Der Rotpunkt ist auch in der Dämmerung und bei Nacht einwandfrei zu erkennen. Damit man durch den Punkt nicht geblendet wird, ist er meist in mehreren Stufen in der Helligkeit regelbar.
Bei offenen Visieren kommt es häufig zu Zielfehlern, ein Leuchtpunktzielgerät trifft immer an die Stelle, an der sich der Rotpunkt befindet, selbst wenn man schräg durch die Optik schaut.

Nachteile:

- Keine Vergrößerung
- Linse kann beschlagen
- Reflexionen durch die Linse
- Batterien sind notwendig
- Verändern die Form der Waffe

Leuchtpunktzielgeräte verfügen in der Regel nicht über eine Vergrößerung, es gibt jedoch auch Ausnahmen wie z.B. das ACOG und auch spezielle Vorsätze (sog. Magnifier), welche vor das Leuchtpunktzielgerät geschraubt oder geklappt werden können. Die Linse kann durch Umwelteinflüsse wie z.B. starke Temperaturschwankungen beschlagen oder die Durchsicht kann durch Regentropfen erschwert werden.
Reflexionen der Linse können den Gegner aufmerksam machen, dieser Effekt kann durch entsprechende Vorsätze (sog. Killflash) minimiert werden. Ein Leuchtpunktzielgerät benötigt eine zusätzliche Energiequelle, in der Regel eine Batterie. Es gibt auch Modelle, die mit Solarzellen oder Lichtsammlern bei ausreichendem Tageslicht den Stromverbrauch auf ein Minimum reduzieren. Einige wenige Modelle funktionieren auch mit Tritium, allerdings sind diese nicht in allen Ländern erlaubt.
Durch das Leuchtpunktzielgerät wird die äußere Form der Waffe verändert, Kurzwaffen benötigen dann gegebenenfalls ein entsprechend passendes Holster.







Ein ACOG Nachbau, ein holographisches Reddot, Ein Reddot mit Solarbetrieb, ein Killflash Einsatz, ein 3x Magnifier mit Klappfunktion

Zielfernrohre

Vorteile:

+ Vergrößerung möglich
+ Ziel und Visier sind scharf
+ Exaktes anvisieren auch auf große Entfernungen
+ Kann zur Gegnerbeobachtung benutzt werden
+ Keine Stromquelle notwendig

Ein Zielfernrohr bietet den Vorteil, dass es direkt vergrößert und die Vergrößerung auch meist einstellbar ist, man kann es also schnell auf die gerade vorherrschenden Gegebenheiten einstellen. Wie beim Leuchtpunktzielgerät auch, kann man beim Zielfernrohr sowohl das Ziel als auch das Visier (Absehen) scharf sehen.
Es gibt viele verschiedene Absehen, darunter auch solche, die das Ziel nicht verdecken, daher ist eine exaktes anvisieren sehr gut möglich.
Aufgrund der Vergrößerung kann das Zielfernrohr, anstelle eines Fernrohrs, auch zur Gegnerbeobachtung genutzt werden. Zielfernrohre mit unbeleuchtetem Absehen benötigen keine Stromquelle.

Nachteile:

- Größe und Gewicht
- Keine Beobachtung der Umgebung möglich
- Schnelles Anvisieren nur bei geringen Vergrößerungen möglich

Es gibt auch kompakte Zielfernrohre, jedoch sind diese meist größer und schwerer als Leuchtpunktzielgeräte. Beim Zielen durch ein Zielfernrohr hat man normalerweise das andere Auge zu, kombiniert mit der Vergrößerung hat man die Umgebung damit nicht mehr im Blick.
Das schnelle Anvisieren ist bei kleinen Vergrößerungen noch möglich, jedoch bei größeren kaum noch möglich, dies hängt natürlich auch von der Entfernung des Ziels ab.




Kompaktes ZF mit 1-4x Vergrößerung und Flipup Caps, ZF mit 8-32x Vergrößerung

Montage einer Zieleinrichtung

Um eine Zieleinrichtung montieren zu können, muss die Waffe über eine entsprechende Vorrichtung verfügen. Bei Airsoft Waffen sind das in der Regel Weaverschienen (20-23mm), selten Picatinny Schienen (11-13mm). Verfügt die Waffe nicht über eine Schiene, so gibt es für die meisten Modelle entsprechende Montagen, die dann eine Weaverschiene zur Verfügung stellen.





Beispiele für Montagen, von links nach rechts AK, M14 & MP5.

Zielfernrohre werden über sog. Montage Ringe montiert, in der Regel werden diese beim Zielfernrohr mitgeliefert. Ist dies nicht der Fall muss neben der Montageschiene (Picatinny oder Weaver) darauf geachtet werden, dass der Ring zum Durchmesser des Zielfernrohrs passt. Es gibt 25,4mm (1 Zoll) und 30mm Montageringe.
Die Montageringe gibt es in verschiedenen Höhen (Flach, Mittel, Hoch) bei Zielfernrohren mit großem Objektivdurchmesser sind oft hohe Montageringe erforderlich. Diese können auch bei einem kleineren Objektivdurchmesser sinnvoll sein, wenn man Kimme und Korn als Backup Visier behalten möchte.




Flache und hohe Montageringe, bei den hohen Ringen ist der Fuß ausgespart, damit Kimme und Korn trotz montiertem Zielfernrohr benutzt werden können.

Bei der Montage ist darauf zu achten, dass die Schrauben fest genug angezogen werden, damit sich die Montage und das darauf befindliche Zielsystem nicht mehr bewegen kann.

Pflege

Gröberer Schmutz (Sand, Erde...) auf der Linse einer Zieleinrichtung sollte mit einem Pinsel oder Luftdruck entfernt werden, da die Linse sonst verkratzen könnte. Staub oder Fingerabdrücke lassen sich am besten mit einem Micro Faser Tuch entfernen, diese sind meist im Lieferumfang des ZFs enthalten, oder können separat im Shop erworben werden. Bewegliche Teile wie der Zoomverstellring oder die Einstelltürme sollten nach dem Einsatz auf Verschmutzung überprüft werden, damit deren Beweglichkeit erhalten bleibt.



Flip Up Cover

Flip Up Cover schützen die Zieleinrichtung vor Verschmutzung und Beschädigung während dem Transport. Um das passende Cover für die Zieleinrichtung zu finden muss dazu nur der Durchmesser vorne und hinten gemessen werden.



Adapter

Steht nur eine Picatinny Rail zur Verfügung, aber es sind nur Weavermontagen vorhanden, oder umgekehrt gibt es entsprechende Adapter.



Adapter von Weaver auf Picatinnyschienen

Erhöhungen

Muss die Zieleinrichtung erhöht werden, weil z.B. das Frontsight (M4 & M16 Modelle) im Weg ist, oder die Visierlinie zu niedrig ist, kommen Erhöhungen zum Einsatz.



Beschuss von Zieleinrichtungen

Die Gehäuse von Zieleinrichtungen (meist aus Kunststoff oder Aluminium) sind in der Regel stabil genug um dem Beschuss von Airsoftwaffen standzuhalten. Die Linsen können jedoch bei direktem Beschuss je nach Auftreffwinkel und Stärke des Schusses beschädigt werden, da meist kein ballistisches Glas verbaut ist. Um dieses Risiko zu minimieren gibt es Plexiglasscheiben, die auf einer Weaverschiene vor der Zieleinrichtung positioniert werden und direkte Treffer auf die Linse verhindern.



Beschädigung durch Rückstoß von GBB Waffen

Aufgrund des Rückstoßes von GBB Kurz- und Langwaffen kann es sein, dass die Zieleinrichtung intern Schaden nimmt und die Trefferlage nicht mehr mit der Einstellung übereinstimmt. Hier fehlen jedoch praktische Erfahrungsberichte zu den meisten Zielhilfen. Als einzigen Tipp können wir hier nur auf Foren verweisen, in welchen Spieler ihre Erfahrungen teilen. Sollten vermehrt defekte bei bestimmten Zielhilfen auftreten, die auf die Verwendung an einer GBB Kurz- oder Langwaffe zurückzuführen sind, werden wir dies in der Artikelbeschreibung entsprechend ergänzen.
Begadi Magazin Guide
Einleitung: In diesem Guide zeigen wir auf, welche Magazintypen es gibt, welche Vor- und Nachteile diese haben und wie man sie pflegt. Dabei gehen wir nur auf AEG Magazine ein, da diese die gängigsten Magazine sind und der Grundaufbau auch bei Federdruck oder Gas Magazinen identisch ist.

Die Magazintypen

Generell wird zwischen 3 Magazintypen unterschieden, Low Caps, Mid Caps und High Caps. Caps ist dabei die Abkürzung der englischen Bezeichnung Capacity, was für Kapazität steht. Low, Mid und High wird mit Gering, Mittel und Hoch übersetzt, daher kann man schon am Namen erkennen, wieviele BBs ungefähr in das Magazin passen.
Magazine werden aber nicht nur aufgrund der Kapazität unterschieden, sondern unterscheiden sich auch im Aufbau und bieten entsprechende Vor- und Nachteile.

Low Caps

Bei den Low Cap Magazinen sind die BBs hintereinander im Magazin angeordnet, bezogen auf scharfe Waffen könnte man Low Caps als "Single Stack" Magazin bezeichnen.

Typische Kapazitäten:
M4: 45 - 85 BBs
AK: 70 BBs
G36: 50 BBs
MP5: 50 - 70 BBs

Vorteile:

- Kein Verkanten der BBs
- Unempfindlicher gegenüber Schmutz
- Stabiler Aufbau
- Kostengünstig
- Geringer Wartungsaufwand
- Kein Klappern der BBs im Inneren
- Kein Aufziehen notwendig

Nachteile:

- Geringe Kapazität
- Loading Tool wird benötigt

Durch den Single Stack Aufbau sind Low Caps nicht nur schmutzunempfindlicher als andere Magazine, sondern auch weniger wählerisch, was die BB Sorte angeht, man kann so gut wie alle BB Sorten damit verschießen. Kostengünstig sind die Magazine ebenfalls und müssen auch nicht oft gewartet werden, meist genügt das Entfernen von ober-flächigem Schmutz.
Da die BBs stramm hintereinander unter Federspannung sitzen, macht das Magazin bei der Handhabung keine Klappergeräusche. LCs vertragen auch eine gröbere Handhabung.

Die geringe Kapazität ist ein Nachteil der Magazine, man muss öfter das Magazin wechseln und daher immer genügend Ersatzmagazine mit sich führen. Es ist möglich die LCs von Hand einzeln zu laden, das macht aber wenig Sinn, weshalb ein Loading Tool zu empfehlen ist, dieses muß natürlich zusätzlich mitgeführt werden.

Real Caps

Eine besondere Unterart der Lowcaps sind die sogenannten "Real Caps", diese simulieren die tatsächliche Kapazität der scharfen Waffen und liegen bei den gängigen Waffentypen bei 30 Schuss. Diese sind meist aus Kunststoff und sehr günstig zu haben, sie haben die selben Vor- und Nachteile wie Low Caps, werden jedoch meist nur bei Hardcore MilSim Events verwendet und dort teils sogar zwingend vorgeschrieben.

Mid Caps

Bei den Mid Cap Magazinen sind die BBs versetzt zueinander im Magazin angeordnet, bezogen auf scharfe Waffen könnte man Mid Caps daher als "Double Stack" Magazin bezeichnen.

Typische Kapazitäten:
M4: 100 - 200 BBs
AK: 110 - 180 BBs
G36: 100 - 140 BBs
MP5: 95 - 120 BBs

Vorteile:

- Höhere Kapazität als Low Caps
- Kein Klappern der BBs im Inneren
- Kein Aufziehen notwendig

Nachteile:

- Empfindlicher gegenüber Schmutz
- Meist teurer als Low Caps
- BBs können Verkanten
- Teils hoher Wartungsaufwand
- Loading Tool wird benötigt

Mid Caps haben eine höhere Kapazität als Lowcaps, die BBs sind dabei versetzt zueinander und ebenfalls unter Federspannung, dadurch treten auch hier bei der Handhabung keine Klappergeräusche auf.

Durch den Double Stack Aufbau sind MCs oft empfindlich, was die BB Sorte angeht, sog. "Rough" BBs mit einer rauen Oberfläche können meist nicht verwendet werden, auch BBs mit höheren Toleranzen können Probleme machen. Damit die MCs immer perfekt laufen ist ein Behandlung mit Silikonspray sinnvoll.
Eindringender Schmutz kann die Magazine schnell lahm legen, daher ist ein Reinigung in regelmäßigen Abständen, oder spätestens wenn das Magazin keine Kugeln mehr zuführt sinnvoll. Wie beim LC auch wird zum Laden des MCs ein Loadingtool benötigt.

High Caps

Bei den High Cap Magazinen werden die BBs in einem Reservoir lose aufbewahrt, über einen Aufziehmechanismus werden diese dann in die Feeding Tube befördert und die Magazinfeder unter Spannung gesetzt.

Typische Kapazitäten:
M4: 150 - 500 BBs
AK: 500 - 1000 BBs
G36: 260 - 470 BBs
MP5: 200 - 250 BBs

Vorteile:

- Höhere Kapazität als Mid Caps
- Kein Loadingtool notwendig

Nachteile:

- Aufziehen notwendig
- Meist teurer als Mid Caps
- Klappern der BBs im Reservoir
- Empfindliche Mechanik
- Oft auf Spielen nicht gestattet

High Caps sind Aufgrund der hohen Kapazität ideal für Speedgames geeignet, außerdem können sie schnell ohne Loadingtool befüllt werden.

Je nach Magazin muss nach ca. 50 Schuss nachgedreht werden, um die Spannung im Magazin aufrecht zu erhalten. In der Regel erfolgt dies über ein gezacktes Rad an der Unterseite des Magazins. High Caps sind Aufgrund der Mechanik im Innerein meist teurer als Mid Caps, jedoch ist es gang und gebe, daß ein High Cap beim Kauf einer Airsoftwaffe im Lieferumfang enthalten ist.
Ist das HC teilentleert, klappern die BBs im Reservoir, wenn man sich mit der Waffe in der Hand bewegt, dies kann nicht nur störend für den Spieler selbst sein, sondern auch dem Gegner dessen Position verraten. Die Mechanik im Inneren ist empfindlich für Schmutz und gröbere Handhabung sorgt schnell für einen defekt dieser. Auch sollte man, bei der Verwendung eines Highcaps, niemals die Waffe auf dem Boden damit aufstützen (Wird gern von Anfängern gemacht), da sonst Dreck in den Mechanismus gelangen kann.
HCs sind auf Spielen, auch solchen ohne Mil Sim Anteil, oft nicht gestattet.

Drum Mags

Eine Unterart der High Caps stellen die Trommel Magazine (Drum Mags) dar. Diese finden in der Regel an Maschinengewehren Verwendung und können Kapazitäten von bis zu 5000 Schuss erreichen. Das Nachdrehen wird oft automatisch über ein Mikrofon gesteuert und bietet damit einen schier unendlichen Munitionsvorrat. Auf Spielen sind diese Magazine oft nur an MGs erlaubt, sie sind jedoch auch für Sturmgewehre und Maschinenpistolen erhältlich. Sie haben die selben Vor- und Nachteile wie HCs sind jedoch Aufgrund der Technik wesentlich teurer.

Demontage

Die meisten Magazine sind so aufgebaut, dass das innere Segment aus Kunststoff hergestellt ist und von einer Hülle, oft aus Blech, umgeben wird. Das innere Segment lässt sich nach oben aus der Hülle ziehen, besteht aus zwei Hälften und lässt sich zum warten aufklappen. Um die Hülle zu entfernen gibt es für verschiedene Waffentypen verschiedene Methoden, hier die gängigsten:

M4 Magazine

Um die Hülle vom inneren Segment zu trennen müssen bei M4 Magazinen zwei Plastiknasen an der Seite eingedrückt werden, danach kann das innere Segment nach oben aus der Hülle gezogen werden.

AK Magazine Bei AK Magazinen muss in der Regel an der Oberseite ein Metallstift mit einem Austreiber entfernt werden.

MP5 Magazine Bei MP5 Magazinen muss meist ebenfalls ein Metallstift mit einem Austreiber entfernt werden.

G36 Magazine Bei G36 Magazinen muss auf der Unterseite eine Schraube entfernt werden.

Bei Highcaps stehen die Teile oft unter Spannung, daher ist beim Zerlegen der einzelnen Segmente besondere Vorsicht geboten.

Laden der Magazine

Low- und Mid Caps

Low und Midcaps werden auf die gleiche Weise geladen, früher wurde hier mit Laderöhrchen und Stäben hantiert, heute verwendet man in der Regel Loadingtools, die es in verschiedenen Größen gibt und oft einer Waffe beim Kauf beiliegen.
Das Magazin wird mit dem Boden nach unten gehalten und das Loadingtool in die Öffnung des Magazins gedrückt, dadurch wird die Stopperfeder des Magazins zur Seite geschoben und die BBs können nun eingefüllt werden. Das Magazin ist voll, wenn sich auch mit stärkerem Druck keine BBs mehr hineindrücken lassen. Bei zu starkem Druck kann das Magazin oder das Loading Tool beschädigt werden !
Bei einigen Waffen ist ein Spezialtool nötig, dieses wird mit der Waffe mitgeliefert.

High Caps

High Caps verfügen auf der Oberseite über eine Öffnung die entweder aufgeklappt, oder aufgeschoben werden muss. Die BBs müssen dort eingefüllt werden, dazu eignen sich BB Flaschen mit einem Schüttrohr. Man kann auch direkt aus der Tüte die BBs in das Magazin schütten, jedoch muss man hier sehr vorsichtig sein, damit nichts daneben geht.
Nun wird die Öffnung wieder verschlossen und das Magazin mit der Öffnung nach oben gehalten. Je nach Typ des Magazins muss nun entweder an dem Rädchen an der Unterseite gedreht, mit einem Schlüssel aufgezogen, oder eine Metallschnur betätigt werden um die BBs unter Spannung zu setzen. Genug gedreht hat man, wenn sich das Geräusch und der Widerstand deutlich verändert.
An der Feeding Tube sollte nun eine BB sichtbar sein. Versuchen Sie niemals in die Feeding Tube eines Highcaps BBs zu laden wie bei einem Low- oder Mid Cap !
Spätestens wenn die Waffe leer schießt müssen sie den Aufziehmechanismus erneut betätigen.

Pflege und Lagerung

AEG Magazine bedürfen keiner besonderen Lagerung, es ist einzig darauf zu achten, dass die Magazine nicht durch etwas schweres belastet werden, damit sie sich nicht verformen.
Zum Reinigen der Magazine genügt normales Wasser, zum Trocknen sollte idealerweise Druckluft verwendet werden, legen Sie die Magazine keinesfalls auf eine zu heiße Wärmequelle (Heizung, Ofen...) und verwenden Sie unter keinen Umständen einen heißen Föhn, dies könnte die Magazine verformen und zu Feeding Problemen führen.

Silikonspray sollte nur dann verwendet werden, wenn die Magazine zu Feedingproblemen neigen und dann auch nur in sehr geringer Menge. Durch die Kugeln kann das Silikonspray an das Hop Up Gummi übertragen werden und beeinträchtigt dann dessen Funktion. Silikonspray immer ein paar Tage vor der Benutzung verwenden, damit nur ein leichter Film übrig bleibt. Tauchen Feedingprobleme des Magazins auf, ist es sinnvoller die BB Marke zu wechseln.

Magazin Zubehör

Es gibt verschiedenes Zubehör für Magazine, hier eine Auswahl davon:

- Mag Clips: Ermöglichen das Verbinden von zwei oder mehreren Magazinen.
- Ready Mag: Hier wird neben dem Magazinschacht ein weiterer angebracht, in welchen ein volles Magazin eingelegt werden kann um dieses dann sehr schnell wechseln zu können.
- Mag Pulls: Magpulls werden an der Unterseite des Magazins angebracht und erleichtern das Ziehen des Magazins aus der Magazintasche. Besonders nützlich beim Tragen von Handschuhen.
- Aufziehhilfen für Highcaps: Werden an das Aufziehrad des Highcaps gehalten und ziehen dieses Batteriebetrieben automatisch auf.
- Mag Wells: Werden am Magazinschacht angebracht und erleichtern das Einführen des Magazins.
- Magazinadapter: Ermöglichen das Verwenden von Magazinen, die eigentlich für andere Waffen bestimmt sind, z.B. M4 Magazine an einem G36.
Begadi Blowback Guide
Gas Blowback Guide

Die ersten Airsoftwaffen wurden mit Gas betrieben, wie bei den heutigen Paintball Markierern wurde zum Antrieb CO² oder Druckluft verwendet. Diese wurde in der Regel in einer entsprechenden Flasche auf dem Rücken mit sich getragen und mit einem Druckluftschlauch mit der Waffe verbunden. Heute werden diese Waffen als „Classic Guns“ bezeichnet und erzielen bei Sammlern teils astronomisch hohe Preise.
Als ab 1991 Tokio Marui die ersten AEGs (Automatic Electric Gun) auf den Markt brachte, eroberten diese schnell die Airsoftszene und die Gas-Langwaffen rückten in den Hintergrund. Bei den Kurzwaffen ist dies nicht gelungen, die AEPs (Automatic Electric Pistol) konnten die GBBs bisher nicht verdrängen und so werden auch heute noch die meisten Kurzwaffen auf dem Spielfeld mit Gas betrieben.
Seit einigen Jahren erfreuen sich die GBBRs (Gas Blow Back Rifles) aufgrund Ihrer realistischen Handhabung und des Rückstoßes immer größerer Beliebtheit. Auch die Gasflaschen kehren mit der Wiederentdeckung der HPA (High Pressure Air = Druckluft) Systeme auf die Airsoftspielfelder zurück.

Die verschiedenen Gassysteme:

NBB (Non Blowback):

NBBs sind alle Gaswaffen, bei denen kein Gas zum Erzeugen eines Rückstoßes (Blowback Effekt) verwendet wird. Das nachladen wird entweder manuell durchgeführt (Schrotflinten und Scharfschützengewehre) oder halbautomatisch über einen Double Action Abzug (Meist Pistolen, seltener Langwaffen).

Vorteile:

Niedrigerer Gasverbrauch
Weniger Kälteempfindlich
Leise
Günstig

Nachteile:

Hoher Abzugswiderstand bei Halbautomaten
Wenig Realismus
Kein Verschlussfang
Meist keine „schönen“ Magazine

Die Vorteile liegen klar im niedrigeren Gasverbrauch, so kann man aus manchen CO² Pistolen auch problemlos 400 Schuss verschießen, ohne die CO² Patrone nachfüllen zu müssen. NBBs können, Aufgrund der geringeren Belastung der Bauteile, auch aus Kunststoff hergestellt werden. Damit leiten sie auch weniger Kälte an das Magazin weiter, wodurch sie auch bei niedrigen Temperaturen eingesetzt werden können.
Zudem sind die NBB Systeme aufgrund des nicht repetierenden Verschlusses wesentlich leiser als GBB Systeme und damit prädestiniert für den Einsatz mit Schalldämpfern. NBBs sind günstig zu produzieren und daher auch weit unterhalb von 100€ zu haben. Da das Gas bei NBB Pistolen im Griffstück untergebracht ist, haben diese oft unschöne, schmale Magazine oder das Magazin ist in der Waffe fest eingebaut.

Halbautomatische NBBs haben den Nachteil, dass Aufgrund des Double Action Abzugs der Abzugswiderstand höher ist, als bei GBB Waffen. Bei manchen NBB Pistolen ist der Verschluss zwar beweglich, erfüllt jedoch keine Funktion, bei anderen NBBs ist der Verschluss nicht beweglich, wodurch der Realismus stark leidet. Systembedingt gibt es bei NBB Halbautomaten keinen Verschlussfang, man weiß daher erst ob das Magazin leer ist, wenn die Waffe leer schießt.

GBB (Gas Blowback):

GBBs sind alle Waffen, bei welchen ein Teil des Antriebsgases zum Repetieren des Verschlusses verwendet wird (Blowback Effekt). Das Nachladen erfolgt hier immer automatisch, wodurch alle GBBs Halbautomatisch funktionieren.

Vorteile:

Rückstoß
Realistische Handhabung
Verschlussfang
Energie teilweise einstellbar (NPAS)
Leicht zu zerlegen

Nachteile:

Hoher Gasverbrauch
Kälteempfindlich
Laut
Hoher Verschleiß
Wartungsintensiv
Magazinkosten
Magazinkapazität

Durch den Blowback Effekt sind GBBs von der Handhabung absolut realistisch, dies betrifft das Schussverhalten genauso wie den Nachladevorgang. Ist die Waffe leer geschossen, wird der Verschluss wie bei einer scharfen Waffe auch vom Verschlussfanghebel offen gehalten, nun kann das Magazin gewechselt und der Verschlussfanghebel wieder gelöst werden um weiter schießen zu können.
Da der Aufbau ähnlich wie bei einer scharfen Waffe ist, lassen sich GBBs auch entsprechend einfach zerlegen, meist wie beim Original. Diese realistische Handhabung macht die GBB Kurzwaffen bei Spielern äußert beliebt und somit sind GBBs die am meisten verwendeten Kurzwaffen auf dem Spielfeld.

GBBRs (Gas Blowback Rifle), liefern den selben Realismus wie die Kurzwaffen für Langwaffen. Diese sind immer öfter auf dem Spielfeld anzutreffen und haben die selben Vor- und Nachteile wie GBB Kurzwaffen. Bei einigen neueren GBBRs ist ein NPAS (Negative Pressure Adjustment System) verbaut, oder kann nachgerüstet werden, darüber lässt sich die Energie einstellen. Je kälter es ist, desto niedriger sollte man die Energie einstellen, da dann weniger Gas benötigt wird und das Magazin nicht so schnell abkühlt.
Da ein Teil des Gases für den Blowback Effekt verwendet wird, ist der Gasverbrauch bei GBBs höher als bei NBBs. Aufgrund des höheren Metallanteils am Magazin sind GBBs kälteempfindlicher als NBBs und neigen eher zum Cooldown Effekt. Auch die Lautstärke beim Schießen ist höher als bei NBBs, trotzdem bringt ein Schalldämpfer gute Ergebnisse, allerdings ist die Dämpfungsleistung nicht so hoch wie bei NBBs.
GBBs haben einen höheren Verschleiß als NBBs, da die Teile aneinander reiben, zudem müssen GBBs öfter gewartet werden.

HPA (High Pressure Air):

HPA Waffen werden über einen Schlauch (RemoteLine) mit Pressluft aus einer Flasche versorgt, die entweder an der Ausrüstung, im Rucksack des Spielers, oder direkt in der Waffe verbaut ist.

Vorteile:

Nahezu Temperaturunabhängig
Hohe Feuerrate
Konstante Werte
Energie einstellbar
Es können günstige AEG Magazine verwendet werden

Nachteile:

Flasche muss mitgeführt werden
Schlauch kann störend empfunden werden
Bei Undichtigkeiten kann nicht weitergespielt werden
Flasche kann nicht einfach aufgefüllt werden

HPA Systeme können sowohl in Lang- als auch in Kurzwaffen eingebaut werden, sie haben den Vorteil, dass sie mit reiner Luft funktionieren und daher nahezu Temperaturunabhängig sind.
Hinzu kommt die hohe Feuerrate und die konstanten Werte. Über einen Regulator kann man die Energie den gerade vorherrschenden Gegebenheiten oder Spielregeln schnell anpassen. Ein weiterer Vorteil ist, dass bei HPA Systemen normale AEG Magazine verwendet werden können.

HPAs sind ein Rückschritt auf die Zeit bevor die AEGs die Airsoftwelt veränderten, entweder muss die Flasche direkt an der Waffe verbaut werden, was deren Optik meist stark beeinträchtigt, oder die Flasche wird an der Ausrüstung mitgeführt. Dazu muss diese über einen Druckluftschlauch mit der Waffe verbunden werden, diese Verbindung kann beim Spielen sehr hinderlich sein, dies empfindet jedoch jeder Spieler anders.
Ist etwas am HPA System undicht, kann sich die komplette HPA Flasche entleeren, ist keine Ersatzflasche, oder Möglichkeit zum Füllen vorhanden, kann mit der Waffe nicht weitergespielt werden. Das Befüllen der Flaschen ist nur mit einem Kompressor mit einem Arbeitsdruck von 200-300bar möglich, ein solcher Kompressor kostet neu um die 2000€. Die Flasche kann auch in einem Tauchshop, Paintballshop/spielfeld oder falls man gute Verbindungen hat auch bei der Feuerwehr, meist für einen kleine Spende in die Kaffeekasse aufgefüllt werden.

Gassorten:

Es gibt viele verschiedene Gassorten, welche sich in 4 Kategorien einteilen lassen:

Schwache Gase:

z.B. Begadi Light Gas, Begadi Maintenance Gas, Predator Gun Gas 144a

Diese Gase sind relativ schwach und für GBBs mit Kunststoffschlitten und NBBs geeignet. Das Maintenance Gas verfügt über einen hohen Anteil an Silikon und ist wie der Name schon sagt zur Pflege der Dichtungen im Inneren gedacht und nicht zum schießen, es kann auch benutzt werden um GBBs oder GBBRs zu pflegen.

Universal Gase:

z.B. Abbey Predator Ultra Gas, Abbey Brut Sniper Gas, Ultraair Power Gas

Diese Gase sind universell sowohl für NBBs als auch für GBBs (Metall und Plastikvarianten) verwendbar. Beim Predator Brut Sniper Gas wurde auf einen Silikonanteil verzichtet, dadurch bietet es die perfekte Performance auch für Halbautomatische Waffen, allerdings müssen die Dichtungen entsprechend oft gepflegt werden. Das Predator Ultra Gas ist wintertauglich.

Starke Gase:

z.B. Begadi Green Gas, Begadi Power Gas, Swiss Arms Extreme Gas, H&K Power Gas, Walther Airsoft Gas, Elite Force Airsoft Gas

Diese Gase sind stark bis sehr stark und sollten nur in Vollmetallwaffen verwendet werden und sind teilweise wintertauglich.

Extrem Stark:

z.B. CO², Red Gas

CO² ist wintertauglich, jedoch sehr stark und oft in Kurzwaffen für geringe Entfernungen zu stark, es gibt jedoch immer mehr CO² Kurzwaffen die von der Leistung auf dem Niveau von Greengas liegen. Red Gas erfüllt nicht die EU Sicherheitsrichtlinien und ist daher nicht mehr erhältlich.



Um das richtige Gas für die eigene Waffe zu finden kann man entweder auf die Erfahrungen anderer Spieler mit dem selben Modell zurückgreifen, oder man tastet sich langsam mit dem schwächsten Gas beginnend an das optimale Gas heran. Dieses ist gefunden, wenn der Schlitten vollständig repetiert, der Schlittenfang immer funktioniert und kein Gas beim Schießen entweicht.

Wintertauglich:

Dieser Begriff findet sich bei vielen Gassorten, jedoch sind ab 10° abwärts Gaswaffen kaum noch spielbar, unabhängig davon, welches Gas verwendet wird.

Cooldown Effekt:

Der Cooldown Effekt tritt bei niedrigen Temperaturen oder sehr schnellen Schussfolgen auf. Das Gas kühlt dabei das Magazin immer stärker ab, je kälter das Magazin wird, umso länger dauert es, bis das Gas vom flüssigen in den gasförmigen Zustand übergehen kann, wodurch auch die Schussleistung und die Präzision abnimmt. Wird das Magazin noch kälter, ziehen sich die Gummidichtungen zusammen und es kann vorkommen, dass sich das Gas mit einem mal entleert.
Ein beginnender Cool Down lässt sich am Magazin gut erkennen, umso kälter das Magazin umso wahrscheinlicher ist der Cool Down Effekt. Je kälter die Außentemperatur umso wahrscheinlicher ist der Cool Down Effekt, entgegenwirken kann man, in dem man die Magazine nah am Körper mit sich führt, um sie zu wärmen und nur langsame Schussfolgen schießt. Auch die Qualität der Dichtungen und Internals spielt eine Rolle beim Cool Down Effekt.

Tritt der Cool Down Effekt bei CO² Waffen auf ist besondere Vorsicht geboten, denn durch das Entleeren der kompletten CO² Kartusche können Teile der Waffe vereisen, diese Teile sollten nicht mehr mit der nackten Haut in Kontakt kommen.

Generell sind Temperaturen unterhalb von 10°C ein Problem für Gaswaffen, aufgrund des sich verschiebenden Aggregatzustands und der sich ändernden Ausdehnung des Gases kommt es zu Funktionsproblemen und Leistungseinbußen. NBBs werden durch ihre Kunststoffhülle und des geringeren Metallanteils vor der Kälte relativ gut geschützt, während der Metallanteil bei den GBBs wie ein Beschleuniger wirkt.

Kriterien die bei der Auswahl der Gaswaffe eine Rolle spielen:

Spieler:

Zum Spielen sollte die Kurzwaffe nicht stärker als 1 Joule sein, denn diese werden meist auf kurze Distanzen eingesetzt und sollen für den Gegenspieler kein unnötiges Risiko darstellen. Inzwischen gibt es einige CO² Kurzwaffen unter 1 Joule, jedoch ist bei einigen Events immer noch CO² für Kurzwaffen verboten. Beim Spielen ist immer auch der Tarnfaktor zu beachten, eine chrompolierte Pistole ist hier wenig sinnvoll.

Training:

Zum Trainieren kann man theoretisch jede GBB/NBB verwenden, auch starke Waffen.

AIPSC:

Beim Airsoft IPSC werden die Waffen technisch und optisch oft stark modifiziert, hier sollte man darauf achten, dass man ein Modell auswählt, für welches auch genügend Tuningteile verfügbar sind. Außerdem muss die Waffe dem AIPSC Reglement entsprechen.

GBB oder NBB:

Die Vor- und Nachteile wurden bereits aufgeführt, man sollte bei der Wahl überlegen was einem persönlich wichtiger ist.

Wartung und Pflege:

Alle Gaswaffen müssen regelmäßig gewartet werden, dazu gibt es spezielle Mittel, welche meistens einen Silikonanteil aufweisen. Normales Öl oder gar Pflegemittel die für scharfe Waffen gedacht sind, dürfen auf keinen Fall für Gaswaffen verwendet werden, da deren Inhaltsstoffe die Dichtungen angreifen.

Teile die keine Dichtungen enthalten, wie z.B. die Abzugsgruppe können mit Fett oder Waffenöl behandelt werden. Hierbei sollte man beachten, dass am Fett und Öl Dreck hängen bleibt, daher sollte man es nur in kleinen Mengen verwenden.

Die Dichtungen am Magazin (Einlassventil, Auslassventil und Ausströmdichtung) sollten gut mit Silikonöl oder Silikonfett behandelt werden. Bei CO² Waffen muss zusätzlich die Dichtung am Anstechdorn der CO² Kapsel berücksichtigt werden.

Werden Magazine gelagert sollte ein kleiner Anteil Gas im Magazin verbleiben, damit die Dichtungen unter Druck bleiben, dies schützt die Dichtungen vor dem Austrocknen. Bei CO² Waffen ist dies nicht nötig, da hier das Gas nicht aus einem „Zwischenspeicher“ sondern direkt aus der Kartusche entnommen wird. CO² Waffen sollten niemals mit einer eingesetzten Kartusche gelagert werden, da der hohe Druck die Dichtungen überlasten kann.

Gaswaffen können intern auch gut mit Maintenance Gas gepflegt werden, dazu wird das Magazin mit dem Gas gefüllt und ein paar Schüsse abgegeben. Für CO² Waffen gibt es spezielle Pflegekartuschen.

Selbstverständlich müssen Gaswaffen auch von Verschmutzungen (Dreck, Sand …) befreit werden um eine einwandfreie Funktion zu gewährleisten.
Begadi Magazintaschen Guide
Begadi Magazintaschen Guide (welche Magazintasche passt für welches Magazin ?)als PDF Download